COPD

Fotolia_52022605_S

COPD ist die englische Abkürzung für den Begriff „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“. Die deutsche Übersetzung hierfür lautet: „Chronisch obstruktive Bronchitis mit/ohne Lungenemphysem“. Es handelt sich dabei um einen Sammelbegriff. Gemeinhin umfasst er sowohl die chronisch obstruktive Bronchitis als auch das Lungenemphysem, da diese oft gemeinsam auftreten, dieselbe Ursache haben und im Endstadium auch ähnlich verlaufen.

Was ist COPD?

Hauptursache der COPD – bei über 90 % aller Betroffenen – ist das inhalative Zigarettenrauchen, denn dadurch wird der natürliche Reinigungsmechanismus der Atemwege nachhaltig geschädigt. Im weiteren Verlauf kommt es zu Entzündungen, Schleimhautschwellungen und vermehrter Schleimbildung. Im Volksmund wird die COPD daher auch oft als „Raucherhusten“ bezeichnet.

Die hauptsächlichen Symptome sind:

  • Auswurf (Schleim)
  • Husten (vor allem morgens)
  • Atemnot (zuerst bei Anstrengung, später auch in Ruhe)

Ein wichtiger Punkt bei COPD ist die chronische Obstruktion. Obstruktion bedeutet Verengung: Durch die Erkrankung verengen sich die Atemwege, wodurch vor allem das Ausatmen erschwert wird. Dadurch verbleibt über die Jahre immer mehr Restluft in den Atemwegen, und die Patienten fühlen sich zunehmend „aufgeblähter“. Verständlich, dass mit zunehmender Überblähung auch immer weniger eingeatmet werden kann und in späteren Stadien schon kleine körperliche Anstrengungen zu großer Atemnot führen. Da die Erkrankung chronisch ist, schreitet dieser Prozess über Jahre immer weiter fort.

Die Symptome der COPD sind besonders zu Anfang nicht sehr spezifisch und werden oft übersehen oder auch verdrängt. „Ich werde halt auch nicht jünger“: So „entschuldigen“ viele COPD-Patienten die Atemnot, den Husten und den Auswurf („AHA“) – vor allem Raucher! Die Folge: Die COPD wird meist erst in einem fortgeschritteneren Stadium erkannt und behandelt. Dann sind vielleicht schon die Lungenbläschen (Alveolen) in Mitleidenschaft gezogen und erste Hinweise auf ein sogenanntes Lungenemphysem erkennbar. Das bedeutet, dass der Gasaustausch – die Abgabe von Sauerstoff ins Blut und von CO2 in die Ausatemluft – erschwert ist und der Körper immer weniger lebensnotwendigen Sauerstoff erhält. Dieser Prozess ist unumkehrbar und schreitet immer weiter fort.

Aber nicht nur die Atemwege und die Lunge werden von der COPD beeinflusst; die Erkrankung ist auch eine große Belastung für das Herz: Es versucht gegen den erhöhten Widerstand im Lungenkreislauf anzupumpen, wird so übermäßig belastet und vergrößert sich krankhaft.

Nach Schätzungen leiden in Deutschland bis zu fünf Millionen Menschen unter COPD. Weltweit sollen es bis zu 600 Millionen sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass COPD bis zum Jahr 2020 weltweit die dritthäufigste Todesursache sein wird.

 

COPD erkennen

Eine Untersuchung auf COPD wird in aller Regel mit einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) beginnen. Neben den Fragen nach Symptomen sollte dabei auch der Zigarettenkonsum ein Thema sein. Wenn Sie rauchen – oder lange geraucht haben –, steigt die Wahrscheinlichkeit, eine COPD zu entwickeln. Eine Orientierung für das COPD-Risiko bietet die Maßeinheit „pack year“. Hier ein Rechenbeispiel: Wenn Sie ein Jahr lang täglich eine Packung Zigaretten rauchen, dann haben Sie ein „pack year“ inhaliert. Rauchen Sie ein Jahr lang „nur“ eine halbe Schachtel pro Tag, dann haben Sie ein halbes „pack year“ erreicht. Ab zehn Packungsjahren steigt das Risiko, an COPD zu erkranken, deutlich an.

Im nächsten Schritt wird Sie Ihr Arzt gründlich körperlich untersuchen. Das Abhören der Lunge auf brummende oder rasselnde Geräusche gehört beispielsweise ebenso dazu wie eine Untersuchung des Herzens. Abschließend sollte unbedingt eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) durchgeführt werden, denn nur mit ihr kann auch wirklich die Verengung der Bronchien erkannt werden. Zudem ist sie ein wichtiges Hilfsmittel, um zwischen COPD und Asthma zu unterscheiden. Für die weiterführende Diagnostik ist zum Teil spezielles medizinisches Gerät notwendig, weshalb diese Untersuchungen meist von Lungenfachärzten (Pneumologen) durchgeführt werden. Hat Ihr Hausarzt einen begründeten Verdacht auf COPD, wird er Sie – wenn seine Möglichkeiten ausgeschöpft sind – daher wahrscheinlich an einen Pneumologen weiterüberweisen.

Ursachen von COPD

COPD ist eine chronisch verlaufende Krankheit, die in den allermeisten Fällen eine medikamentöse Therapie bedingt. Mit dem richtigen Verhalten im Alltag können Sie diese medikamentöse Therapie unterstützen – mit direkter, positiver Wirkung auf Ihr Leben und Ihre Lebensqualität.

Der wichtigste Beitrag, den Sie selbst zur Behandlung der COPD leisten können: Hören Sie mit dem Rauchen auf!

Sei es mit medikamentöser und/oder psychosozialer Hilfe – Ihr behandelnder Arzt leistet Ihnen dabei gerne Unterstützung.

Vermeiden Sie auch das Passivrauchen und verlassen Sie verrauchte Räume.

Besonders ältere Patienten sollten sich vorsorglich und rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit jährlich gegen Grippe schutzimpfen lassen.

Besuchen Sie Selbsthilfegruppen: Aufgrund abnehmender Mobilität führt COPD oft zu Vereinsamung. In Selbsthilfegruppen treffen Sie andere Betroffene und finden einen sozialen Austausch. Sie diskutieren dort über alltägliche Probleme, finden Lösungsmöglichkeiten und Anregungen, Verständnis und konkrete Hilfestellung. Ihre Kompetenz im Umgang mit der Krankheit wächst.

Besuchen Sie Lungensportgruppen und unterstützen Sie die Therapie auf atemphysiologische Art: Trainieren Sie unter Anleitung und mit einem auf Sie persönlich zugeschnittenen Programm. Sie stärken Muskeln, verbessern Ihre Ausdauer und vermindern im Idealfall Ihre Atemnot.

Ernähren Sie sich ausgewogen und achten Sie auf Ihr Gewicht: Nehmen Sie frisches Obst und Gemüse sowie energiereiche Kost zu sich. Finden Sie dabei das richtige Maß. Mangelernährung ist genauso schlecht wie Überernährung.

Trinken Sie viel. Das trägt dazu bei, den zähen Schleim zu verflüssigen. Das Abhusten wird so leichter.

Finden Sie Ihren eigenen Rhythmus. Planen Sie Ihren Tagesablauf im Voraus und verschaffen Sie sich genügend Pausen und Entlastungen. Lassen Sie sich nicht stressen und machen Sie Entspannungsübungen.

Eine Untersuchung auf COPD wird in aller Regel mit einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) beginnen. Neben den Fragen nach Symptomen sollte dabei auch der Zigarettenkonsum ein Thema sein. Wenn Sie rauchen – oder lange geraucht haben –, steigt die Wahrscheinlichkeit, eine COPD zu entwickeln. Eine Orientierung für das COPD-Risiko bietet die Maßeinheit „pack year“. Hier ein Rechenbeispiel: Wenn Sie ein Jahr lang täglich eine Packung Zigaretten rauchen, dann haben Sie „ein pack year“ inhaliert. Rauchen Sie ein Jahr lang „nur“ eine halbe Schachtel pro Tag, dann haben Sie „ein halbes pack year“ erreicht. Ab zehn Packungsjahren steigt das Risiko, an COPD zu erkranken, deutlich an.

Im nächsten Schritt wird Sie Ihr Arzt gründlich körperlich untersuchen. Das Abhören der Lunge auf brummende oder rasselnde Geräusche gehört beispielsweise ebenso dazu wie eine Untersuchung des Herzens. Abschließend sollte unbedingt eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) durchgeführt werden, denn nur mit ihr kann auch wirklich die Verengung der Bronchien erkannt werden. Zudem ist sie ein wichtiges Hilfsmittel, um zwischen COPD und Asthma zu unterscheiden. Für die weiterführende Diagnostik ist zum Teil spezielles medizinisches Gerät notwendig, weshalb diese Untersuchungen meist von Lungenfachärzten (Pneumologen) durchgeführt werden. Hat Ihr Hausarzt einen begründeten Verdacht auf COPD, wird er Sie – wenn seine Möglichkeiten ausgeschöpft sind – daher wahrscheinlich an einen Pneumologen weiterüberweisen.

Behandlung von COPD

COPD ist eine chronisch verlaufende Krankheit, die in den allermeisten Fällen eine medikamentöse Therapie bedingt. Mit dem richtigen Verhalten im Alltag können Sie diese medikamentöse Therapie unterstützen – mit direkter, positiver Wirkung auf Ihr Leben und Ihre Lebensqualität.

Der wichtigste Beitrag, den Sie selbst zur Behandlung der COPD leisten können: Hören Sie mit dem Rauchen auf!

Sei es mit medikamentöser und/oder psychosozialer Hilfe – Ihr behandelnder Arzt leistet Ihnen dabei gerne Unterstützung.

Für Ihre medikamentöse Therapie stehen verschiedene Medikamente mit unterschiedlichen Wirkansätzen zur Verfügung. Je nach Schwere der Erkrankung und persönlichen Begleitumständen wird Ihr Arzt ein Präparat oder eine Kombination aus mehreren Präparaten verordnen. Oft werden in diesem Zusammenhang auch sogenannte „Fixkombinationen“ verschrieben. Das sind Medikamente, bei denen zwei Wirkstoffe in einem Behältnis gemischt sind. Das macht die Therapie für Sie einfacher.

Die meisten dieser Medikamente werden inhaliert. Sie heißen Dosieraerosole. Das Medikament wird dabei in einem kleinen Gerät – einem Inhalator – in winzige Bestandteile verwirbelt und mit Luft vermischt. Atmen Sie durch das Gerät ein, dringt das Gemisch tief in die verengten Atemwege (Bronchien) ein und wirkt direkt vor Ort. Wie das genau funktioniert, zeigt ein Video unter der Rubrik „Der Elpenhaler®/Anwendungsfilm“.

Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit wird oft auch eine Sauerstofftherapie nötig, bei der über eine Nasensonde oder -brille zusätzlicher Sauerstoff zugeführt wird. Operative Eingriffe, etwa eine Lungenvolumenreduktion oder auch eine Lungentransplantation, sind – wenn überhaupt – erst in einer sehr weit fortgeschritten Krankheitsphase zu diskutieren.

Vermeiden Sie auch das Passivrauchen und verlassen Sie verrauchte Räume.

Besonders ältere Patienten sollten sich vorsorglich und rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit jährlich gegen Grippe schutzimpfen lassen.

Besuchen Sie Selbsthilfegruppen: Aufgrund abnehmender Mobilität führt COPD oft zu Vereinsamung. In Selbsthilfegruppen treffen Sie andere Betroffene und finden einen sozialen Austausch. Sie diskutieren dort über alltägliche Probleme, finden Lösungsmöglichkeiten und Anregungen, Verständnis und konkrete Hilfestellung. Ihre Kompetenz im Umgang mit der Krankheit wächst.

Besuchen Sie Lungensportgruppen und unterstützen Sie die Therapie auf atemphysiologische Art: Trainieren Sie unter Anleitung und mit einem auf Sie persönlich zugeschnittenen Programm. Sie stärken Muskeln, verbessern Ihre Ausdauer und vermindern im Idealfall Ihre Atemnot.

Ernähren Sie sich ausgewogen und achten Sie auf Ihr Gewicht: Nehmen Sie frisches Obst und Gemüse sowie energiereiche Kost zu sich. Finden Sie dabei das richtige Maß. Mangelernährung ist genauso schlecht wie Überernährung.

Trinken Sie viel. Das trägt dazu bei, den zähen Schleim zu verflüssigen. Das Abhusten wird so leichter.

Finden Sie Ihren eigenen Rhythmus. Planen Sie Ihren Tagesablauf im Voraus und verschaffen Sie sich genügend Pausen und Entlastungen. Lassen Sie sich nicht stressen und machen Sie Entspannungsübungen.